Tuba Sarica
Integration · Islamkritik · Weltgeschehen

10.06.2018

Ich sehe Mitläufer

Özil und Gündogan sind Mitläufer. Wenn sie in den 30ern gelebt hätten und deutsch wären, hätten sie auch Hitler die Hand gegeben.

Vor ziemlich genau zwei Jahren habe ich meinen ersten Blogtext veröffentlicht. Er heißt "Die Nationalhymne tut dir nichts". Darin flehe ich regelrecht darum, dass man doch bitte Integrationsverhinderer nicht zu Vorbildern für Integration erklären soll. Schon daran, dass Özil & Co sich mit Händen und Füßen weigern, die Nationalhymne mitzusingen, hätte man nämlich eigentlich erkennen können, dass sie selbst in den Strukturen der Parallelgesellschaft stecken und sich keinen Deut Mühe geben, etwas daran zu verändern. Ganz im Gegenteil: Sie fördern die Parallelgesellschaft.

Aber nein, hieß es, man solle doch Verständnis dafür haben, dass die Jungs die Nationalhymne nicht mitsingen. Herzlichen Glückwunsch an diejenigen, die damals solch einen Müll von sich gegeben haben, denn jetzt fliegt uns diese falsch verstandene Toleranz um die Ohren.

Heute lese ich schon wieder Stimmen, die sagen, die Pfiffe der Fußballfans gegen Gündogan seien rassistisch. Und die Fans seien Schuld an der schlechten Stimmung kurz vor der WM. Nicht etwa die beiden deutschtürkischen Männer, die einem Mann die Hand schütteln, der die Deutschen bei jeder Gelegenheit Faschisten nennt. Sollen die Mitläufer des Erdogan-Regimes denn nie zu spüren bekommen, dass das nicht in Ordnung ist? Özil und Gündogan sind Mitläufer. Wenn sie in den 30'ern gelebt hätten und deutsch wären, hätten sie auch Hitler die Hand gegeben.

Wissen Sie, was Erdogan auch noch gesagt hat? Die türkischen Ausländer würden Qualen erleiden:
Wie undankbar kann ein Mensch nur sein, in diesem wunderschönen Land zu leben und dann einen Präsidenten zu unterstützen, der so etwas sagt?

Ja, Özil ist "nur" ein Fußballer. Und vielleicht hat er das nicht mitbekommen. Aber lassen Sie sich von einer Deutschtürkin gesagt sein, dass es für keinen türkisch sprechenden Menschen auf dieser Welt, interessiere er sich noch so wenig für Politik, übersehbar ist, dass Erdogan Hass gegen Deutschland und den Westen schürt. Es geht auch nicht darum, dass diese "armen Menschen" ja aus den ungebildeten Provinzen der Türkei kommen. Die Deutschenfeindlichkeit der Parallelgesellschaft ist höchstens für Feiglinge ignorierbar. Und ein Sportsmann sollte eigentlich kein Feigling sein. Das Mindeste, was man neben der sportlichen Leistung von einem Sportler erwarten kann ist Anstand.

Ich hatte letztens ein Telefonat mit einem Journalisten. Er sagte, meine Texte klingen "verbittert".
Mein Blog ist der Ort an dem ich ausdrücken kann, was ich als Deutschtürkin seit Teenageralter durchmachen muss: Ich sehe Mitläufer. Ich sehe Mitläufer als seien sie Geister, denn andere sehen sie nicht. Ich fühle mich, wie sich eine aufrichtige Deutsche im Deutschland der 30er gefühlt haben muss.

Er sagte "verbittert". Ich würde sagen: Ich bin empört. Und ich würde mich freuen, wenn etwas mehr Menschen empört wären.