Tuba Sarica
Integration · Islamkritik · Weltgeschehen

Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich nicht auf Nachrichten antworten kann. Ich nehme jedoch mir die Zeit, sie aufmerksam zu lesen. Ich weiß jede einzelne Nachricht für sich und ihren Absender sehr zu schätzen!
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Tuba Sarica

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Leserbriefe


15.01.2019

Melek Özan


Hallo Tuba,

Ich habe das Buch von einer deutschen Ärztin empfohlen bekommen, da sie weiss, dass ich die gleichen Gedanken und Meinungen habe, wie die du:)
Da ich selbst eine deutsch türkin bin, fand ich das Buch sehr interessant. Mir ist das Herz aufgegangen als ich meine Gedanken in deinem Buch lesen durfte...ich habe definitiv die gleiche Meinung wie du, was die Parallelgesellschaft oder Politik sowie Religion angeht. Oft musste ich schmunzeln, da mir einige Situationen bekannt waren.
Ich musste nur ab und zu feststellen, dass du die Integration so darstellst, als müsste man wirklich unsere türkischen Bräuche und Sitten, abgeben müssten, um in Deutschland 100% integriert zu werden. Ich denke, man sollte doch einiges im gesunden Maße beibehalten, denn sonst können wir als in Deutschland lebenden Türken niemals unsere Kultur weiterführen, was ich sehr schade fände. Ich denke, wir haben einfach das Glück,dass wir von beiden Kulturen das mitnehmen und ausleben können, was für uns machbar ist - ohne zu vergessen woher wir kommen und wo wir leben.
Der einzige Punkt, der mich gestört hat, war der, dass du die Beschneidung der Jungs und die Verstümmelung der Mädchen auf die gleiche Waage stellst. Denn man muss sagen, dass das auch einen großen hygienischen Aspekt hat, warum die Jungs beschnitten werden sollten. Denn viele deutsche Ärzte befürworten dies und auch deutsche Jungs/Männer müssen das teilweise über sich ergehen lassen. Da wir inzwischen die Möglichkeit haben, sollte man dies natürlich nicht unter laufender Kamera und ohne Betäubung machen, sondern so wie es am schonensten ist. Aber bei der Beschneidung der Mädchen sehe ich keinen einzigen Vorteil, wobei man nicht vergessen darf, dass diese ihr ganzes Leben darunter leiden. Bei den Jungs hingegen, ist es sogar schmerzfrei, solange man das richtig und bei einem Arzt machen lässt. Aber eine große Feier dafür ist definitiv wieder einmal ein Türken Ego!!!

Ein sehr großes Lob darüber, wie du dich über Erdogan und Atatürk geäußert hast. Besser hätte man die beiden nicht erklären können.

Außerdem fand ich es auch toll, wie du die modernen Türken in der Türkei darstellst, die ja inzwischen zur Rarität geworden sind.
ich werde dein Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und von mir hast du eine eindeutige Unterstüzung mit deiner Meinung!
Viele Grüße
Melek


04.01.2019

Rocco Cantorelli


Hallo liebe Tuba,
nun habe ich auch hierher gefunden.
Ich habe dich im MiMa gesehen, als du über dein Buch gesprochen hast. Ich musste es sofort haben! Ich habe selber in Ländern wie USA, UK, Frankreich gelebt und gearbeitet, in Ländern Italia, Österreich, Schweiz und anderen Teilen der EU stand ich u.a. auf den Brettern die die Welt bedeuten. In dieser Zeit hatte auch ich meine Erfahrungen mit Deutschtürken. Sie haben für mich gearbeitet, ich habe für sie gearbeitet, wir haben zusammen gearbeitet... schlussendlich immer wieder mit dem selben Ergebnis. Dein Buch hat mir diesbezüglich eine Wissenslücke geschlossen, danke dafür. Aber ich selber habe mich auch durch meine eigenen Erfahrungen mit Deutschtürken bestätigt gesehen. Wenn ich dann Berichte im TV sehe, in denen Deutschtürken zurück in die Türkei gehen, weil sie auf Grund ihres Nachnamens keine Arbeit trotz qualifizierter Ausbildung finden, sie selber aber Deutschland lieben und nachtrauern und ihr Trauer mit deutschen Traditionen in ihrer neuen Heimat aufrecht erhalten (durch Sprache, Esskultur, Festtage), dann macht es mich nicht nur wütend, sondern traurig. Diese Menschen mussten ihre geliebte Heimat verlassen, weil sie qualifizierte Arbeiter und Steuerzahler sind, bzw. wären, und die Parallelgesellschafft darf bleiben und schürt einen (unangebrachten) Hass gegen die Deutschen. Jeder in diesem Land ist frei es (wieder) zu verlassen, in dem er/sie nicht glücklich ist. Dass das in ihrer geheiligten Heimat Türkei vielleicht schon bald (für Intellektuelle ist es ja schon nicht mehr möglich wegen Passabnahme) nicht mehr selbstverständlich ist, werden wir wohl bald erleben müssen. Die dortige Politik spricht ja derzeitig eine deutliche Sprache.
Ich habe eine TV-Produktion schon auf dich aufmerksam gemacht, weiß aber nicht, ob man dich diesbezüglich anschreiben wird. Aber ich erzähle allen in meinem großen, internationalen Freundeskreis von dir und deinem Buch. Lass dich von den Kritikern nur nicht einschüchtern. Die schüren auch nur in die eine Richtung und verschließen gerne vor den Tatsachen der Wahrheit die Augen. Und leider hat Deutschland in vielen Dingen verlernt, dass die Medallie auch noch eine zweite Seite hat. Das bezieht sich auch auf etliche Berichterstattungen unserer Journalisten und Radio- und TV Produktionen. Vielleicht liegt es an dem trendigen Mainstream, dem alle bedenkenlos folgen. Alles schön mit viel Soße bedecken, damit man nicht sieht, was man isst. Ist man aber in irgendeiner Weise ein Außenseiter, dann hat man das sensible Gespür und erkennt vielleicht eher die wahren Ungerechtigkeiten, als jene, die angepasst mit dem Mainstream schwimmen.
Liebe Tuba, dir ein ganz wundervolles Jahr 2019. Weiterhin ganz viel Erfolg und Glück.
Viele Grüße
Rocco
https://cantorelli.jimdo.com/


31.12.2018

Andrej Weiß


Liebe Tuba,
ich bin begeistert über Ihr Scheinheiligen, da deine Worte meinem bislang mulmigen Gefühl gegenüber erlebter Ignoranz einer Parallelgesellschaft wie in Berlin Neukölln Recht geben und doch optimistisch sind. Wir können uns finden.
Ich bin fast 60 und lange Jahre sehr links sozial tätig gewesen, doch hat mich der Zerfall Deutschlands und desaströse Entwicklungen mutlos bis sarkastisch gemacht. Aber ich will kein Sarazin sein und deswegen begeistert mich Ihr Buch.
Ich möchte sie öfter in Talkshows sehen, warum ist das nicht so?
Ich möchte Ihr Reflektieren beobachten in ihrer Community. Ich möchte, dass die Aufklärung Muslime erreicht.
Behalten Sie Kraft und Beharrlichkeit.


04.10.2018

Helmut BIEHL


Hallo Frau Sarica,

Kompliment, Sie sind wirklich eine kluge Frau!
Was ich in der ganzen Diskussion zwischen Deutschen und Türken nicht verstehe, sind gewisse Offensichtlichkeiten.
1.Nationalstolz
- Türken sind sehr national-stolz bis nationalistisch, Deutsche sind wg. der Geschichte da eher zurückhaltend bis skeptisch (Ausnahme: Neo-Nazis).
2.Religion
- Viele Türken, insbesondere die ERDOGAN-Wähler, legen viel Wert auf ihre Religion, Deutsche sind, auch wenn sie in die Kirche gehen, eher religionskritisch.
D.h. in beiden Punkten sind Türken und Deutsche eher konträrer Meinung.

3.Zur EU-Mitgliedschaft der Türkei
Man stelle sich vor, die Türkei wäre in der EU.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das - gerade unter ERDOGAN - eine harmonische Beziehung gewesen wäre, selbst wenn ERDOGAN nicht den Autokraten gemacht hätte, wie er es tut.
Es ist für mich nicht vorstellbar,
• dass eine Türkei, auch unter einer anderen Regierung, sich in ihrer Außenpolitik stets mit Brüssel abgestimmt hätte
• das ist nicht vorstellbar und es wäre - neben den wirtschafts- und finanzpolitischen Themen - ein dauernder Quell von Querelen und massiver Unruhe in einer dann erweiterten EU gewesen
• Sowohl die AKP als auch die türkische Rechte in Form der MHP (letztere mit ca. 10% Wähleranteil) hätten sich weder außenpolitisch noch innenpolitisch irgendwelchen Vorgaben aus Brüssel gefügt.
• Jede Regel aus Brüssel, die den traditionellen politischen Regeln in der Türkei zuwiderläuft, hätte man als nicht hinzunehmende massive Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Türkei hingestellt und nicht umgesetzt.
• Das gilt erst recht für kultur-sensible Themen oder gar das Thema Religion
• In der Folge hätte man seitens Brüssel zahlreiche Ausnahmen gestatten müssen, die ein dauernder Quell von Querelen sein würden.

Ich wünsche Ihnen Viel Erfolg!
Helmut Biehl